Fliegen?

Ein paar nachdenkliche Worte muss ich noch loswerden. Sie haben mit einem Thema zu tun, welches ich wirklich liebe und das ist das Fliegen. Mit der Gründung des Senders www.Fly-HDTV.com ging alles los. Wir haben eine Kooperation mit Helitransair, einer phantastischen Schule für Fliegen von Helicoptern.

Und Helifliegen ist wirklich ein Thema, welches man als kleiner Junge träumt und als Erwachsener in der Regel dann nicht umsetzt. Entwerder fehlt das Geld oder die Zeit. Nun, mit unserer Kooperation zur Erstellung von DVD Serien hatte ich plötzlich die Möglichkeit meinen Helischein zu machen.

Vor ein paar Jahren ging es los und mein Lehrer war niemand anders als Jan Veen. Den Mann kennen Sie bestimmt noch aus Wetten dass? Hier öffnete er mit dem Heli Bierfläschen. Oder anders gesagt, er ist ein unglaublich guter Helipilot. Ich begann mit der Ausbildung und es machte unglaublichen Spaß.

Nach einige Stunden am Ruder konnte ich sogar schon schweben und hatte den Helicopter R44 gut im Griff. Doch dann kam der Tag an dem alles sich veränderte.

Wenige Meter von uns entfernt wollte ein kleines zweisitziges Flächenflugzeug landen oder durchstarten oder landen oder durchstarten,... Als es am Ende der Landebahn war, war es zu spät für die Entscheidung noch eine Bruchlandung zu machen und unverletzt auszusteigen oder doch noch über eine kleine Hochspannungsleitung zu steigen und Durchstarten zu versuchen. Es war ein sonniger Tag, kein Wölkchen, blendende Sicht, kein Flugzeug in der Nähe.

Der Pilot, übrigens wohl ein altgedienter Lufthansa Käpítän wollte vor seinem jungen Fluggast auf dem Copilotensitz nicht zugeben, sich verkalkuliert zu haben, stieg auf, flog in den Stall, also einen Strömungsabriss und stürtze aus 15 Metern Höhe senkrecht in die Wiese. Das Flugzeug fing sofort Feuer.

Jan und ich waren mit unserem Helicopter innerhalb von 10 Sekunden vor Ort und sprangen aus dem Heli, Jan löschte den Motor und ich sprang auf die Tragfläche, um den Piloten aus dem Flieger zu ziehen. Mit vereinten Kräften gelang es uns dann, den Piloten aus dem Flieger zu holen, derweil der Copilot bereits am ganzen Körper brannte und bei lebendigem Leib vor unseren Augen im Feuer starb. Verbrennen ist ein leiser und sehr langer und furchtbarer Tod. Man kann nicht schreien, da die Lunge sofort verbrennt und man kann bei vollem Bewusstsein langsame Bewegungen machen. Die Schmerzen müssen grausam sein.

Zu diesem Zeitpunkt standen wir bereits auf brennenden Traflächen in tiefschwarzem Rauch und konnten an den Copiloten nicht mehr heran.

Der Pilot überlebte schwer verletzt, war jedoch der Meinung nicht einmal anrufen zu müssen, um sich zu bedanken. Wir erfuhren später, dass der junge Copilot eine junge Frau und zwei junge Kinder hinterließ. Es war sein erster Flug,...

Interessant war auch, dass ich die Krankenhauskosten wegen der Rauchgasvergiftung selber tragen musste. Ganz ehrlich werde ich demnächst kurz nachdenken, ob ich wieder mein Leben einsetze, um jemand anderem sein Leben zu retten.

Auf jeden Fall empfehle ich jedem Flieger, immer das Ego hintenan zu stellen. Denn dann lebt man länger.

Ich selber hatte für ein paar Jahre die Lust am Fliegen verloren,... Allerdings wird das wohl nicht lange dauern. Denn es macht schon sehr viel Spaß.... Vor allem mit den tollen Teams der Helitransair.  

 

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